Category Archives: Fragmente

Tonio I

“Seine Einstellung zur Gesellschaft war von der Überzeugung eingenommen worden, es gäbe keinen Hort der Erkenntnis mehr. Akademiker – wozu auch er gehörte – alles Dummschwätzer. Künstler, gut, seinetwegen, aber die hofften nur auf Profil, die litten nicht. Von den … Continue reading

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Tempus fugit!

Die Zeit entflieht. Die einzige Waffe – oder die beste Zerstreuung – dagegen, die ich mir denken kann, ist ein altes Mantra: Tue wonach Dir der Sinn steht. Oder: Sei Du selbst. Ganz schön anspruchsvoll heutzutage, oder?

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Frisch’s Tagebuch

“Es ist nicht die Zeit für Ich-Geschichten. Und doch vollzieht sich das unendliche Leben oder verfehlt sich am eigenen Ich, nirgends sonst.” Max Frischs Zitat gilt. Will man heute schreiben, gemahnen Medienbilder gewissensrührig zu mehr Demut. Wer schreibt, braucht ein … Continue reading

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Alter

Sein Kinn zittert. Er hatte sich an diesem Morgen im Spiegel gesehen. Lange hatte er es nicht mehr bemerkt, denn es war so normal geworden, ein Teil von ihm, daß er keine Notiz mehr davon nahm. An diesem Morgen aber … Continue reading

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Uebungsmaterial

Warum müssen die ersten Geschichten immer von und über Liebe handeln? Warum von ihren erschreckenden und ernüchternden Konsequenzen, die wir – recht abgeklärt inzwischen – hinnehmen? Weil es zum Schreiben das beste Übungsmaterial ist. Weil dieses Gefühl einen so absonderlichen … Continue reading

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Anzünden! Abknallen!

Das steckt doch in den meisten von uns: Unsicherheit, Angst vor Bedeutungslosigkeit und der permanente Drang, im Leben nie stillstehen zu dürfen. Nach ein paar Minuten MTV und der 40-Zimmer-Villa nebst 120-Auto-Garage von P.Diddy & Co. sehe ich nur meine … Continue reading

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“[...] Und wenn sie Socken sortiert: Sie macht es dann so hingebungsvoll als würde sie ewig getrennte Liebende wieder vereinen. Ein nahezu unmerkliches Lächeln zeugt davon, daß sie überzeugt ist, sie verbessere die Welt ein wenig. Das sind die wenigen … Continue reading

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Was in Leere alles drinsteckt…

Spürst Du denn keine Leere? Theo schaute Martin vorwurfsvoll an. Ach, rede doch nicht von Leere! In dieses Wort kann man alles hineinlegen. Was das solle, fragte Theo. Martin, recht genervt, schnaufte zu ihm hin, daß das, was jeder Leere … Continue reading

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